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Die Philosophie unserer Praxis



Die Philosophie unserer Schwerpunktpraxis beruht auf dem Selbstverständnis der "Heidelberger Internistenschule": Fachärztliche Kompetenz auf dem Boden (natur-) wissenschaftlicher Erkenntnisse, - komplementär ergänzt durch den Blick auf die Persönlichkeit der Patientin/des Patienten, - in Kooperation mit den hausärztlichen Kolleginnen und Kollegen. Einer der Gründer der "Heidelberger Internistenschule", war Viktor von Weizsäcker. Er umschrieb seine Haltung mit der Feststellung:
"Das Ganze ist mehr als die Summe der Teile".

Die "Gastroenterologie" (Lehre von den Magen-Darm-Erkrankungen) ist eine Spezialisierung im Gebiet der "Inneren Medizin"; die "Hepatologie" (Lehre von den Lebererkrankungen) gehört dazu. Jeder Gastroenterologe hat eine Ausbildung zum Internisten absolviert; zusätzlich erfolgt eine Spezialisierung im genannten Teilgebiet. Die Ausbildung und die Selbstbeschränkung der Ärzte unserer Praxis auf das Teilgebiet der Gastroenterologie und Hepatologie, verbunden mit entsprechenden Weiterbildungsaktivitäten, dient der Sicherstellung unserer fachärztlichen Kompetenz; die enge Zusammenarbeit mit hausärztlichen Kolleginnen und Kollegen ermöglicht die Realisierung einer "Ganzheitsmedizin" (Weizsäckers "Gestaltkreis"), die den Bezug zur Patientin/zum Patienten im Auge behält. Zu diesen vernetzten Strukturen gehören selbstverständlich auch Kompetenzzentren der stationären Versorgung, sowohl der chirurgischen, als auch der internistischen Krankenhausabteilungen.

Eine Zusammenarbeit setzt einen direkten persönlichen Kontakt und einen raschen und direkten Informationsaustausch aller Beteiligten voraus - von Fachärzten / Hausärzten in freier Praxis und von Krankenhausärzten, manchmal auch von Labormedizinern und von ärztlichen Mitarbeitern eines Pathologischen Instituts. - Wir sehen moderne Vernetzungsstrukturen "horizontal", nicht "vertikal", d.h. in Zeiten der online-Vernetzung zählen Kompetenzen, - nicht Hierarchien.

Wir meinen, damit letztlich dem berechtigten Anspruch von Patientinnen und Patienten zu genügen, die in ihrem Lebensbereich gleichfalls eine Professionalität vorhalten. Die Arzt-Patienten-Beziehung gewinnt unseres Erachtens durch dieses Konzept: "Nicht die Krankheit, sondern der kranke Mensch steht im Vordergrund der ärztlichen Bemühungen." Es ermöglicht, dass die/der informierte Patient/in kompetent durch ein Gesundheitssystem geführt wird, welches angesichts der aktuellen technischen Möglichkeiten komplizierter zu werden scheint.


Durchführung von Narkosen für eine "sanfte Endoskopie"
Individuelle Gesundheitsleistung - "IGeL"

Liebe Patientin, lieber Patient,

endoskopische Untersuchungen müssen neben der professionellen Durchführung durch den Gastroenterologen auch höchsten Anforderungen an Ihre Sicherheit und weitestgehender Vermeidung von Unannehmlichkeiten für Sie gerecht werden. Wir sind der Überzeugung, dass neben modernstem Instrumentarium, einwandfreien hygienischen Voraussetzungen und erfahrenem Personal auch für die Narkose und Ihre Überwachung die gleichen hohen Maßstäbe gelten müssen. Deshalb führen wir unsere endoskopischen Untersuchungen des Magens (Gastroskopie) und des Dickdarmes (Coloskopie) sowie die Darstellung der abführenden Gallenwege (ERCP) in aller Regel in einer Kurznarkose durch, die zu Ihrer Sicherheit durch erfahrene Fachärzte für Anästhesie ausgeführt wird. Wir arbeiten hierfür seit Jahren mit Dres. M. Penninger und Kollegen zusammen.

Aus unserer Sicht bietet die professionelle Narkose im Rahmen einer Endoskopie zahlreiche unschätzbare Vorteile gegenüber der üblicherweise angewandten "Schlafspritze" durch den Untersucher:

Angenehmer für den Patienten
· Keine Verkrampfung
· Keine Schmerzen
· Kein Würgereiz bei der Magenspiegelung
· Weniger Blähungsgefühl nach der Untersuchung
· Keine schlechten Erinnerungen an die Untersuchung
· Höhere Bereitschaft zu regelmäßigen Kontrollen und Vorsorgeuntersuchungen
· Sichereres Vorsorgeergebnis

Bessere Untersuchungsbedingungen für den Untersucher
· Bessere Beurteilbarkeit
· Entspannter Darm / Magen
· Weniger Einblasen von Luft notwendig
· Geringeres Verletzungsrisiko durch Überdehnung (Perforation)
· Sichereres Vorsorgeergebnis

Sicherere Überwachung und Betreuung
· Zwei Fachärzte kümmern sich um den Patienten
· Facharzt für Gastroenterologie konzentriert sich auf die Untersuchung und muss nicht "nebenher" die "Schlafspritze" setzen und den Patienten überwachen
· Facharzt für Anästhesie konzentriert sich auf die Narkose und Überwachung
· Echte Narkose mit Kombination von Schlaf- und Schmerzmittel im Gegensatz zur "Schlafspritze", die lediglich ein Beruhigungsmittel enthält, das nur die unangenehme Untersuchung vergessen lässt
· Schneller wieder fit durch ultrakurzwirksame und gut steuerbare Medikamente, die jedoch nur durch Anästhesisten und bei Vorhandensein entsprechender Narkosegeräte angewandt werden dürfen

Leider werden diese fachärztlichen Narkosen inzwischen nur noch in Ausnahmefällen durch die gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Deshalb müssen diese Leistungen als Wunschbehandlung privat bezahlt werden ("Individuelle Gesundheitsleistung - IGeL"). Aus obengenannten fachlichen Gründen sind wir der Meinung, dass eine Endoskopie in aller Regel mit einer fachärztlich durchgeführten Narkose vorgenommen werden sollte. Deshalb, aber auch aus ethischen und juristischen Gründen lehnen die Gastroenterologen unserer Praxis die Durchführung anästhesiologischer Leistungen ab.

Wir machen Sie allerdings darauf aufmerksam, dass es zahlreiche Gastroenterologen im Rhein-Neckar-Kreis gibt, die diese Leistung zusätzlich neben ihrer endoskopischen Untersuchung anbieten. Gegebenenfalls können Sie die endoskopische Untersuchung auch von diesen Kollegen vornehmen lassen, wenn Sie Kosten vermeiden wollen, die von Ihrer gesetzlichen Krankenkasse nicht übernommen werden.

Darüber hinaus kann eine endoskopische Untersuchung auch ohne Narkose durchgeführt werden, wenn beispielsweise keine erschwerten anatomischen Bedingungen vorliegen oder Sie bereits früher eine endoskopische Untersuchung ohne Narkose problemlos haben durchführen lassen.
Wir bedauern, Sie mit diesen Einschränkungen konfrontieren zu müssen und wünschen Ihnen dennoch einen guten Verlauf der endoskopischen Diagnostik.